Internet & Co.

Die Zeit 20.1.2010: Verlinken ist kein Diebstahl

Google und China im Kulturkampf!

Es ist schon eine durchaus respektable Unternehmensentscheidung von Google die google-cn_bisher zugelassene Zensur ihres chinesischen Ablegers  (Google.cn) nicht mehr weiter fortzusetzen und damit möglicherweise den chinesischen Markt aufzugeben. Google hier lediglich Unternehmerkalkül zu unterstellen, wie es einige Medien tun (z.B. Spiegel-online.de), greift sicher deutlich zu kurz. Auch Google ist bisher natürlich nicht aus reiner Philantropie in China.  Aber Googles Kerngeschäft baut – vielleicht viel mehr als das mancher deutschen Karossenfirma – auf dem Prinzip der freien Meinungs- und  der Informationsfreiheit auf. Und bei aller Geduld, da gibt es sicher auch für die in einer meinungsfreien, zivilisatorischen Umgebung aufgewachsenen Gründer und Macher von Google Grenzen des Erträglichen. Und die sind berechtigter Weise erreicht. Google nimmt hier potenziell eine Reihe Nachteile (Ausschluß aus dem chinesischen Wachtums- und Zukunftsmarkt) in Kauf.

Respekt Google!

Es wäre schön und würde auch den Menschen in China helfen, wenn das Beispiel  Schule machen würde, und viele andere westliche Firmen überlegen würden, wie weit sie die Werte der Aufklärung auf dem chinesischen Altar des Profites zu opfern bereit sind. Natürlich macht sich der Autor dieser Zeilen keine Illusionen über das Verhältnis von Werten der Aufklärung und Profit in westlichen Unternehmen. Aber umso erstaunlicher ist der Schritt von Google.

Wenn man mal absieht von den sicher auch berechtigten Unternehmensinteressen der Firma Google im Hinblick auf den Schutz ihrer Daten und ihrer Kunden (!) vor fortgesetzten Angriffen auf die zentrale Untersnehmensstruktur und das Kerngeschäft der Firma Google durch professionell strukturierte und strategische Hacks,  so handelt es sich bei dem beachtlichen Schritt von Google schließlich doch auch um einen Kulturkampf.

Man kann sich schon vorstellen, dass die Macher von Google ausreichend genervt sind von der Zensur und den Angriffen auf ihre Server. Schließlich hat Google in der ganzen Welt einen Ruf zu (ver-)spielen. Wenn es möglich ist von außen an die Google-Daten seiner Nutzer heranzukommen, steht Google nicht nur in China ziemlich schlecht da. Hier geht es natürlich um das Kerngeschäft der Firma.
Es stehen allerdings, was viel wichtiger ist, Gedanken der Aufklärung gegen eine Doktrin der oligarchen Zensur des chinesischen Partei- und Staatsapparates.
Aber auch China wird natürlich im Laufe der Zeit eine mentale Öffnung im Hinblick auf westliche Aufklärungswerte, freie Meinungsäußerung und Informationsfreiheit nicht verhindern können, wenn es in der restlichen Welt seine Waren verkaufen will. Diese müssen ja auch entwickelt werden. Dabei gehen eben auch soziale und gesellschaftliche Themen mit in die Köpfe der chinesischen Entwickler und Produzenten. Und eine Verbesserung des sozialen Status und der Lebenshaltung in China, wird mittelfristig auch eine Veränderung in den Köpfen in Richtung Liberalisierung bewirken.

Sicher geht das nicht von heute auf morgen. Schließlich ist die Aufklärung in Europa ja auch schon ein paar Jährchen her, Kant schon lange tot, und was mussten wir danach noch alles im aufgeklärten Europa erleben.

Man kann in dieser Auseinandersetzung Google nur viel Erfolg wünschen. Dies schon allein, weil Google in China wohl außerordentlich wesentlich für eine Opposition und für die (außerordentlichen Repressalien ausgesetzten) Regimekritiker ist. Letztlich wird sich die Meinungsfreiheit auch in China nicht aufhalten, lediglich verzögern lassen. Nicht nur in China, sondern überall auf der Welt muss täglich das flüchtige Gut Meinungsfreiheit von vielen einzelnen Menschen  vorangetrieben und (wo mehr oder weniger vorhanden) verteidigt werden. Das tut letztlich China und dem Rest der gemeinsamen und einzigen Erde gut.

bubon.de

Gottes Modus (GodMode) für Windows 7, nicht göttlich aber nützlich!

Nein, verehrte Leser(-innen), der Gottes Modus ist keine Anleitung zu Blasphemie oder Größenwahn. Nutzer von PC-Spielen bzw. Internet-Spielen kennen den GodMode seit langem. Er macht – im Spiel – allmächtig, keineswegs stattet er den Nutzer aber in der realen, zu der ja zunehmend auch die virtuelle Welt gehört, mit überirdischen Fähigkeiten aus.

Seit kurzem geistert im Internet der „Gottes Modus“ für Windows 7 und Windows Vista herum. Angeboten wird keine Allmacht aber ein nützlicher und zudem leicht für jeden auf seinem mit Windows 7 oder Vista bestücktem PC herzustellender Ordner.

Man erzeugt diesen Ordner, der dann viele direkt zugängliche und nützliche Einstellungsmöglichkeiten enthält und erspart sich zukünftig viele Klicks. Das Betriebssystem lässt sich dadurch tatsächlich leichter anpassen. Jedenfalls für diejenigen, die das wollen.

Unter Windows 7 und Windows Vista (32bit) funktioniert dies wohl problemlos. Unter Windows Vista (64bit) ergeben sich gelegentlich Probleme, so dass man bei dieser Betriebssystemversion die Finger davon lassen sollte.

Wie wird’s gemacht? Ganz einfach:

1. Neuen Ordner anlegen (z.B. auf dem Desktop): rechte Maustaste/Ordner anlegen.

2. Den neuen Ordner umbenennen mit folgendem Code (rechte Maustaste/umbenennen und den Code einfügen):

GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

Das war es schon! Man findet nun jede Menge nützliche und vielleicht weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten, die über den neuen Ordner leicht und vor allem schnell zu erreichen sind. Es erinnert sehr an viele der früher und auch heute noch für Windows erhältlichen „Tweak-Programme“. Mit dem Vorteil, dass es eben leicht selbst zu machen ist und obendrein kostenlos. Warum Microsoft dies nicht direkt im System angeboten hat? Vermutlich, weil es viele Nutzer durch die vielen angebotenen Möglichkeiten überfordern könnte. Im Grunde handelt es sich dabei jedoch um eine andere Darstellung der Features in der Systemsteuerung. Was das Ganze allerdings mit Gott zu tun hat, bleibt nicht nur mir ein Rätsel….

Ach, bevor ich’s vergesse: Wenn man in dem rechts oben befindlichen Suchfeld („Systemsteuerung durchsuchen“) in der Systemsteuerung von Windows 7 den Buchstaben „a“ eingibt erhält man die gleiche Anzeige, alphabetisch geordnet ab dem Buchstaben a. Wenn Sie „b“ oder einen anderen Buchstaben eintippen, eben ab b.

T. K.

Quelle: cnet.com

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