Persönlichkeiten

Jacob Grimm ist 225 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Jacob Ludwig Karl Grimm wurde am 4. Januar 1785 in Hanau und starb schließlich am 20. September 1863 in Berlin.

Neben der Begründung des bedeutenden „Deutschen Wörterbuch“, das schließlich im Jahre 1961 mit dem 32. Band beendet werden konnte, gab Jakob Grimm zusammen mit seinem Bruder Wilhelm die weltberühmten „Kinder und Hausmärchen“ heraus. Die Brüder Grimm waren somit wesentliche Wegbereiter der deutschen Sprache und der deutschen Seele. Allerdings entstanden die Märchen in ihrer Sammlung aus vielfältigen Erzählungen, insbesondere aus dem frankophilen Sprachraum.

1830 nahm Jacob Grimm eine Professur für Literatur an der Georgia-Augusta-Universität in Göttingen an. Jacob und sein Bruder Wilhelm beteiligten sich an Protesten gegen die von König Ernst August II. von Hannover im Jahr 1837 betriebene Aufhebung der Landesverfassung. Als Reaktion darauf erhielt Jakob Grimm Berufsverbot und einen Landesverweis. Die  Zivilcourage der „Göttinger Sieben“, zu denen, neben fünf weiteren Professoren, auch Jakobs Bruder Wilhelm gehörte, ging in die Geschichte ein.

Sie hielten es für ihre Pflicht, gegen Unrecht und selbstherrliches Handeln des Landesherrschers vorzugehen: „Lehrer der Philologie haben den lebendigen Einfluss freier und gestörter Volksentwicklung auf den Gang der Poesie und sogar den innersten Haushalt der Sprache unmittelbar darzulegen“. (Jacob Grimm  „Über meine Entlassung“.)

Grimm zog anschließend ins nachegelegene Kassel. Der zunächst unangenehme Rausschmiss aus Göttingen förderte den gemeinsamen Plan der Brüder Grimm zum „Deutschen Wörterbuch“ (1838).

1841 folgte Jacob, wie auch sein Bruder Wilhelm, dem Ruf des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV und wurde Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.  1843 erhielt Jacob Grimm den Orden „pour le mérit“

Jakob Grimm hatte federführende Auftritte auf den Germanistenversammlungen der  Jahre 1846 und 1847. In der Frankfurter Nationalversammlung wurde ihm 1848  als Abgeordneter ein Ehrenplatz zuteil.

1848 erschien seine „Geschichte der deutschen Sprache“. Er zog sich schließlich von der Lehre zurück, um sich ganz der Forschung zu verschreiben. 1854 gab er mit Wilhelm den ersten Teil des „Deutschen Wörterbuches“ heraus. 1860 und 1862 folgten der zweite und dritte Band. Das Monumentalwerk  konnte erst mit dem 32. Band im Jahre 1961 abgeschlossen werden.

Neben der literarischen Tätigkeit und der Forschung, war den Brüdern Grimm die Identifikation mit einem gemeinsamen Deutschland ein wesentlicher Antreiber, in einer Zeit, in der das Klima in Deutschland geprägt war von französischer Besatzung und der Kleinstaaterei des Deutschen Bundes. T.K.


Bilder: Evidence reported by AlexAitken for item deutscheswrter00grimuoft on August 18, 2008: no visible notice of copyright; stated date is 1854.
http://www.archive.org/details/deutscheswrter00grimuoft

Rudolf Virchow

Rudolf Ludwig Karl Virchow wurde am 13. Oktober 1821 im pommerschen Schivelbein geboren. Virchow starb im Alter 80 Jahren am 5. September 1902 in Berlin.

Rudolf Virchow
Rudolf Virchow

Images from the History of Medicine (NLM): Rud. Virchow Lith.v. Engelbach. The National Library of Medicine believes this item to be in the public domain.

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