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Prävention: Gesundheitserziehung und Finanzwissen fehlt in der (Schul-)bildung

Viele reden über Prävention. Der neue Gesundheitsminister, Dr. Rösler, macht sich in einem FAZ-Interview (24.2.2010) für die Optimierung im zuckerwatteblau-img_8480Gesundheitswesen stark und denkt auch an Prävention. Er denkt aufgrund seiner persönlichen, schmalen medizinischen Laufbahn und der medizinischen Vorliebe seiner Frau zwar an Krebsvorsorge, aber im Laufe der Zeit wird sicher bei seiner gewünschten Optimierung des Gesundheitswesens, eine wirkliche Prävention nicht unbedacht bleiben können.

Wirkliche Prävention wird allerdings nur erreicht werden können, wenn wir früh anfangen mit der gesundheitlichen Aufklärung. Das bedeutet in den Kitas, Kindergärten und vor allem, den Schulen. Es trifft sich gut, dass aufgrund des sogenannten Turbo-Abiturs (ein Jahr weniger) so langsam die Curricula, also der Stoffplan überdacht wird, den die Schüler in der verkürzten Zeit zu bewältigen haben. Jeder, der an seine Schulzeit zurückdenkt, wird ohne Schwierigkeiten eine Menge Ballast des Stoffplanes identifizieren können, bei dessen ersatzloser Streichung das christliche Abendland nicht untergehen würde. Statt dessen wäre es höchste Zeit den Kids beizubringen, was vielfach die Eltern nicht gelernt haben und nicht mehr praktizieren können:

  • Eine gesunde Mahlzeit zubereiten oder gar kochen aus Grundnahrungsmitteln und nicht aus Tüten, Schachteln, Fertigpackungen.
  • Ausreichend Bewegung und sportliche Betätigung und den Spaß daran
  • Der Umgang mit Suchtmitteln und Suchtgefahren (Medien, Alkohol, Rauchen, andere Drogen)
  • Wissen um Gesundheit, Krankheiten, Behandlung der banalen Krankheiten und Befindensstörungen.
  • Wann gehe ich wirklich zum Arzt? Ist es nötig bei jedem Schnupfen zum Arzt zu gehen?
  • Körperpflege (wie oft sollte man duschen?; Solarium)
  • Sexualität, Verhütung (Pille: wann schädlich?)

Die Liste ließe sich natürlich bei Bedarf verlängern und ergänzen. Vermutlich fehlt es nicht an Ideen. Wohl gemerkt, der Lehrplan gehört entschlackt und viel Mist ausgemistet. Aber Gesundheitserziehung oder -lehre oder neu deutsch “health-management-for-kids” sollte unbedingt dazugehören und ist Grundlage einer effektiven und effizienten Gesundheitserziehung.

Übrigens, ähnliches ist eigentlich auch unter dem Stichwort Finanzerziehung dringend erforderlich. Oder wer weiß schon wie er Finanzangebote und Kredite vergleichen kann und wie er sein sauer erarbeitetes Geld sinnvoll und sicher vor dem sogenannten Finanzberater der nächsten Bank um die Ecke anlegt?

von Vincke

Ein Kommentar

  1. Super Blog, bin zufällig über Yahoo auf Ihre Seite gestossen. Wo kann ich Ihren RSS abonnieren? Danke. Beste Grüsse

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